Wiederholungs-Konzert „Musikalische Vielfalt im 19./20. Jahrhundert“ Sonntag, den 27. Juli 2025, 17:00 Uhr Friedenskirche Elverdissen (Herford) ![]() Flauti Parlandi dankt für die liebevolle Aufnahme, für die hervorragende Hilfsbereitschaft seitens der Kirche. Wir fühlten uns sehr wohl und genossen die wunderbare Akustik dieser Kirche. Zu unserer Freude durften wir unser Konzert in der gut besuchten Kirche nun wiederholen und man freut sich schon auf das nächste Konzert im Jahr 2026!! Sehr mutig zeigte sich meine erst 7-jährige Flötenschülerin, Ida Ströh, denn sie spielte - in der Mitte stehend - auswendig den verkürzten Teil von Markus Zahnhausen „Junicanari“. Man merkte ihr sehr wohl an, dass sie beglückt war, in ihrer „Heimatkirche“ auftreten zu dürfen. Sie spielte gleich 2 Stücke von Daniel Hellbach „Rise up“ und „Greetings to Pepe“. Auch diese Gemeinde war sehr sangesfreudig. Ein Blockflötenorchester, welches alle Blockflöten von der kleinsten bis zu den Großbässen und Subbässen einsetzt und somit über ein breites Klangspektrum verfügt, erfreut selbstverständlich eine Gemeinde in besonderer Weise, in der diese Instrumente nicht gängig sind. Auch ein Konzert mit einer mitführenden Powerpoint-Präsentation war für diese Konzertbesucher etwas ganz Neues. Wie schön, eine Gemeinde kennenzulernen, die auch für Blockflötenmusik jeglicher Art sehr aufgeschlossen ist. ![]() Als Dank für unser Konzert erstellte das Sozial Media Team diese Dankes-Collage mit den lobenden Worten: „Vielen Dank an Flauti Parlandi für das tolle Konzert in Elverdissen. Ihr seid sehr willkommmen, wir freuen uns schon auf das nächste Konzert im Jahr 2026!“ Flauti Parlandi kommt gerne wieder! 14 HERFORD NR. 34 UK / 17. AUGUST 2025 „Flauti Parlandi“ Das Flötenorchester aus Theesen spielte in Elverdissen Herford. Üblicherweise sind es die Blechbläser des CVJM-Posaunenchores, die in der Friedenskirche in Elverdissen neben der Orgel musikalische Akzente setzen. Am Sonntag, dem 27. Juli erklang hier aber eine andere Bläsermusik: Blockflötentöne in Perfektion. Über 110 Besucher waren zum Konzert des Flötenorchesters „Flauti Parlandi“ („sprechende Flöten“) aus Bielefeld-Theesen gekommen, das ein buntes Programm mit Kompositionen aus dem 19. und 20. Jahrhundert spielte. Wer vorher bei Blockflöte an mehr oder weniger gelungene eigene Versuche auf der C-Flöte in der Grundschule gedacht hatte, erlebte nun die konzertante Weite der Flötenmusik. Vor 26 Jahren hatte die Musiklehrerin Christel Weihrauch die Gruppe mit damals drei Musikern in Theesen gegründet, heute zählt das Orchester mehr als 20 Menschen ganz unterschiedlichen Alters, die auf Blockflöten verschiedenster Art von der Sopranflöte bis hin zur Subbassflöte mit quadratischem Querschnitt spielen, unterstützt von Miriam Hahm als Percussionistin. Geprobt wird im Gemeindehaus in Theesen. Beim Konzert in Elverdissen mischten sich Stücke mit geistlichem Hintergrund wie das Spiritual „Joshua fit the battle of Jericho“ und „Dona nobis pacem“, beides zum Mitsingen, mit symphonischen Stücken und Polka-Variationen von Johann Strauß Sohn und Joseph Strauß. Die 7-jährige Flötenschülerin Ida Ströh begeisterte mit konzertanten Soli, die weit über dem lagen, was Kinder in dem Alter normalerweise spielen. Für feinen Humor sorgte Heinz Gößling, der literarische Miniaturen über Westfalen von Fritz Eckenga vortrug. Das Konzert schloss mit dem schwungvollen „Tango für Elise“ von Paul Leenhouts. Mit starkem Applaus bedankten sich die Zuhörer. Als Zugabe spielten die „Flauti Parlandi“ „Evening Rise“. „Wir wollen damit unseren Dank gegenüber Gott als unserem Schöpfer zum Ausdruck bringen“, sagte Chorleiterin Christel Weihrauch. Eingeladen nach Elverdissen hatte das Orchester Pfarrerin Christina Ströh, die jetzt in der Kirchengemeinde Herford-Mitte-Land arbeitet und das Orchester bei ihrem Vikariat in Theesen kennengelernt hatte. ![]() Flötentöne der letzten Jahrhunderte Das Flötenorchester „Flauti Parlandi“ in der Auferstehungskirche Theesen. Bielefeld. Musikalische Vielfalt im 19. und 20. Jahrhundert präsentiert das Flötenorchester Flauti Parlandi am Sonntag, 15. Juni, in der Theesener Auferstehungskirche (Theesener Straße 34) unter der Leitung von Christel Weihrauch. Beginn ist um 17 Uhr, der Eintritt ist frei. In diesem Konzert beleuchtet das knapp 20-köpfige Ensemble besonders die Romantik bis in die zeitgenössische Musik hinein. Wie immer wird eine Powerpoint-Präsentation an die Wand projiziert, die die Musik mit den Bildern und den Kurzinformationen miteinander verschmelzen lässt. Aus diesem Grund ist es für die Zuschauer und Zuhörer leichter, die jeweilige Zeit und deren Wandel leichter zu verstehen. Auf der einen Seite werden ganz romantisch-gefühlvolle Stücke gespielt (You raise me up, Ave maris stella, Salut d’amour), auf der anderen Seite, anlässlich des 200. Geburtstages von Johann Strauß, dessen Polka, Joshua Fit – The battle von Jericho oder ein schwungvoller Tango. Die Mitglieder des Flötenorchesters Flauti Parlandi sind zwischen 35 und 84 Jahre alt. Flauti Parlandi präsentierte sich in diesem Konzert einmal ganz anders: Das Konzert begann mit einem Gospel „Joshua fit – The Battle of Jericho“ arr. von H. Zellner, um die Zuhörer in einen fröhlichen, schwungvollen Modus mitzunehmen. Wie gerne unsere Zuhörer singen, war bei dem anschließenden gemeinsamen Lied: „Komm, sag es allen weiter…“sofort zu hören. Der 2001 komponierte weltberühmte Popsong von Brendam Graham „You rise me up“ inspirierte Millionen Menschen – hier in einer Fassung für Blechbläser, arrangiert von Ingo Luis. Die Botschaft nach Hoffnung, Stärke und Überwindung wird ausdrucksvoll auskomponiert. Diese Intension, nicht aufzugeben, wird musikalisch durch die Sequenzierungen der Motive des folgenden Solo-Flötenstücks der erst 7-jährigen Ida Ströh deutlich: Der romantische norwegische Komponist Edvard Grieg (1843-1907) verstand es meisterhaft, einen der ältesten Hymnen so zu vertonen, dass sie durch seine vielschichtigen Harmonien klingt wie ein Stern am Nachthimmel. Um diesem musikalischen Werk gerecht zu werden, erklang dieser Hymnus im 8-fuß, in der tiefen Blockflötenbesetzung (3 Sb, 2 Gb , viele Bassflöten und Tenorflöten). Zwischen den Musikstücken sorgten die gut vorgetragenen Kurzlesungen aus der Gedichtsammlung über die Westfalen von Fritz Eckenga und Ida Ströh spielte verkürzt aus der Frühlingsmusik von M. Zahnhausen das Solo „Junicanari“. Die Romantik ist aber auch die Zeit der Gegensätze, die im 2. Teil des Konzerts deutlich wurden. Schwungvolle Melodien luden u.a. zum Tanzen ein: Anlässlich des 200. Jahrestages des Walzerkönigs Johann Strauß kamen die Annenpolka und die so beliebte Pizzicato-Polka der Brüder Johann & Joseph Strauss zu Gehör. Hier: Die „Annenpolka“ - eine Bearbeitung für ein 10-stimmiges Blockflötenorchester von Sylvia Corinna Rosin, bereichert mit Rahmentrommel und Schellenkranz: „Annenpolka“ von Sylvia Corinna Rosin Ebenso Melodien zum Träumen und Innehalten: Edward Elgar, engl. Komponist der Spätromantik, drückte seine persönliche Liebe und Zuneigung zu seiner Braut Caroline in dem folgenden Orchesterstück „Salut d’amour“ durch elegante Melodien und feinen Harmonien gekonnt aus. Seine Musik prägte die britische Musik des 20. Jahrhunderts maßgeblich. Hier in der Bearbeitung eines achtstimmigen Blockflötenorchesters von Irmhild Beutler In der Zeit der Spätromantik, einer Zeit des unaufhörlichen Experimentierens, bekam der franz. Komponist Charles Gounod 1818-1803) den Auftrag, für 9 Flöten eine Symphonie zu komponieren. So entstand das Werk „Petite Symphonie“ für 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner und er fügte noch 1 Flöte hinzu. Dieses Werk wurde arrangiert für ein größeres Blockflötenorchester von Philipevry and Denis Bloodworth und ist aufgrund seiner vielen speziellen Einsätze einer jeden Stimme und dem farbigen Harmoniewechel sehr anspruchsvoll. Aus der Hochromantik entstanden weltweit die verschiedensten musikalischen Strömungen, u.a. Blues, Tangos usw. Paul Leenhouts, *1857 niederländischer Komponist, Arrangeur und Gründer des namhaften Loeki Stardust Quartet, arrangierte das berühmte klassische Klavierstück „Für Elise“ von Ludwig von Beethoven zum Tango für Elise: „Tango für Elise“ von Paul Leenhouts Als Zugabe bündelten wir die im Konzert eingestreuten christlichen Gedanken in einem stimmungsvollen Arrangement, welches auf einen alten indianischen Ursprung zurückgeht und zugleich den Tages- und Nachtrhythmus darstellt: „Evening rise, spirit come“ „Evening rise, spirit come“ trad. indianisch, arr. Meinhard Ansohn Wie schon seit Jahren wurde das Konzert mit einer Powerpoint-Präsentation unterlegt, wobei geeignete Bilder und Infos Musik und Bild zu einer wunderschönen Einheit verschmelzen lässt. Dieses Konzertangebot wird von vielen Konzertbesuchern immer wieder gerne wahrgenommen und gehört zur Tradition von Flauti Parlandis Konzerten. |
Jubiläumskonzert: „Klangfarben“ aus Renaissance, Barock, Romantik und zeigenössischer Musik ![]() Ein musikalisches Kaleidoskop Welch eine große Freude erlebten wir am Ende unserer beiden Konzerte: kaum war der letzte Ton erklungen, war ein nicht aufhörender Applaus mit Standing Ovation zu erleben. Welch ein wunderbares Gefühl - Danke liebes Publikum! Weitere sehr erfreuliche Zuschriften erhielten wir - wie: „Applaus und Chapeau für dieses bravouröse Konzert, … äußerst abwechslungsreich und stimmungsvoll- immer wieder mit einer eindrucksvollen Powerpoint-Präsentation verbunden… kein Platz war mehr zu finden …und dennoch Mäuschen still während der 1½ Konzertstunden! Dem Motto getreu „Klangfarben – ein musikalisches Kaleidoskop“ wurden die Zuhörer auf einen abwechslungsreichen musikalisch- visuellen Streifzug aus vielen Epochen der Musikgeschichte mitgenommen. „Intrada à 6“, Melchior Franck (1580-1639). Wir waren zu Gast bei Melchior Franck 1580-1639 mit der „Intrada à 6“ und bei Hans-Leo Hassler „Cantate Domino“. Der Aufführungspraxis der Renaissance entsprechend führten wir den Doppelchor „Jauchzet dem Herren alle Welt“ von Heinrich Schütz auf (von zwei auseinanderliegenden Emporen) Des Weiteren erklangen aus Händels Wassermusik „Alla Hornpipe“ mit Paukenschlägen und 2 Sätze aus „Concerto Nr. 2 „von John Baston im Stil der barocken Musikentwicklung, d.h. neben dem Orchester „wettstreitete“ eine Solistengruppe. Jede Musikentwicklung wurde mit entsprechenden Kurzinformationen und passenden Bildern unterlegt, so dass der Zuhörer /Zuschauer sich mitgenommen fühlte und dadurch ein besseres Musikverständnis erhalten konnte. Auch an solistischen Darbietungen fehlte es nicht, es erklang die Triosonate e-moll von G.Fr. Telemann für Querflöte, Tenorblockflöte und b.c. sowie Roadrunner für Altblockflöte von D. Hellbach (zeitg.) Das gemeinsame Kanon-Singen trägt sehr zur Aufmunterung bei: „Singen, Singen, tut man viel zu wenig…“ „Singen, Singen, tut man viel zu wenig…“, Kanon. Bevor das innere Tanzbein geschwungen werden konnte, tauchten wir mit dem Achtfußregister in romantische Klänge ein: „Abide with me“ von W. Henry Monk. Es erklangen zunächst nur die tiefen Flöten: Bassflöten mit den Großbässen bis zum vollständigen 8fuß, hinzu kamen T, B, Gb und Sb. Anschließend erhellten sich die Klänge durch den Vierfuß (S, A, T, B). „Abide with me“, W. Henry Monk (1823-1889) Im weiteren Verlauf wurde es immer temperamentvoller. So erklangen „Spanish Dance“ von Moritz Moszkowski und „Double Pleasure / Tango“, jeweils arrangiert von Sylvia Corinna Rosin für ein Blockflötenorchester - mit Percussion-Instrumenten. „Spanish Dance“, Moritz Moszkowski, arr. S.C. Rosin (*1965) „Double Pleasure / Tango“, arr. S.C. Rosin (*1965) Mit dem nun folgenden „In A Persian Market“ von A. W. Ketélbey erlebten alle Zuhörer die große Überraschung: aus dem Mittelgang der Kirche näherten sich zwei als Bettler verkleidete Sänger - und sorgten für großes Erstaunen bzw. Gelächter. „In A Persian Market“, A. W. Ketèlbey (1875-1959) Eine sehr gelungene Einlage bot Pfarrer Lars Prüßner mit seinem in Gedichtform verlesenem „Flauti Parlandi zu seinem 25-jährigen Bestehen“- sehr treffend und humorvoll zeichnete Lars Prüßner das Wirken dieses Ensembles. Wie es bei Flauti Parlandi üblich ist, wurde der musikalisch-christliche Gedanke des Anfangs wieder aufgegriffen, indem das folgende großartige Chorwerk über die Entstehung der Welt, unterlegt mit einem Bassvorspiel, interpretiert wurde. Mit dem klangfüllenden Werk des norwegischen Komponisten Ola Gjeilo * 1978 „Luminous Night Of The Soul“ - Leuchtende Nacht der Seele, erfuhr unser Konzert seinen Höhepunkt, dessen Klavierpart Susanne Lakämper in hervorragender Weise übernahm, welches mit riesigem Applaus – Standing Ovation – endete. „Luminous Night Of The Soul“- „Leuchtende Nacht der Seele“, Ola Gjeilo *1978 Unsere beiden Jubiläumskonzerte sind verklungen – verbunden mit einer erfreulichen Spendenbereitschaft – wie bereits bei unserem letzten Frühlingskonzert! Wir danken allen Spendern aus Nah und Fern für die großartige Spende: So konnten wir unserem Förderverein „Fakt“ 1000,- € als zweckgebundene Spende zum Erhalt unseres Gemeindehauses überreichen. Ein großartiges Ergebnis mit einem dankbaren Publikum! |